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Donnerstag, 10. Februar 2011

Hamburg-Derby zwischen HSV und Pauli: Der neue Termin steht fest

© fr
Nun steht der neue Termin für das Bundesliga-Stadt-Derby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli fest: Die Begegnung wird am 16. Februar 2011 um 18.45 Uhr in der Imtech Arena ausgetragen, zu diesem Entschluss kam die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Mittwochnachmittag.

Die Fans beider Vereine fühlten sich zuletzt ein wenig an der Nase herumgeführt. Die DFL hatte die Ansetzung des neuen Termins, seit vergangenen Montag täglich verschoben, was bei den Anhängern beider Vereine für Unzufriedenheit sorgte. Doch nun konnte sich die Deutsche Fußball Liga mit den Ordnungskräften und den TV-Sendern auf einen neuen Termin verständigen.

Das ausgefallene Stadt-Derby zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli findet bereits am nächsten Mittwoch statt. Anpfiff der Partie ist dann um 18.45 Uhr. Vielen Anhängern dürfte es sehr recht sein, dass das Spiel nicht schon um 18.00 Uhr begonnen wird, dann hätten viele Stadion-Besucher aus beruflichen Gründen ihre Eintrittskarten zurück geben müssen.

Dass das Spiel nicht noch später begonnen werden kann, hängt mit den am Abend stattfindenden Champions-League-Partien (20.45 Uhr) zusammen. Die Polizei hätte es lieber gesehen, dass die Begegnung noch früher angepfiffen wird. Die Behörden haben Bedenken aufgrund der Dunkelheit, weil die es noch schwerer macht, die beiden Fangruppen voneinander zu trennen. (fr)

Samstag, 29. Januar 2011

Hamburger Stadtderby: Die Unterschiede zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli

In Hamburg wächst die Freude auf das Hamburger-Stadtderby am 6. Februar mit jedem Tag mehr! In der Hinrunde kamen der HSV und der FC St. Pauli nur zu einem 1:1-Unentschieden. Wenn es nach dem Anhängern beider Vereine geht, dann sollte das Rückspiel unbedingt einen Sieger bringen. Doch wo liegen eigentlich die Unterschiede der beiden Traditionsvereine? Klar ist, dass es sehr viele Unterschiede zwischen beiden Vereinen gibt.

Nach dem Bundesliga-Aufstieg des FC St. Pauli in die höchste deutsche Spielklasse freuten sich viele Fußballfans in Hamburg, dass es nun endlich wieder ein Stadtderby geben wird. Das Hinspiel am Millerntor bot nicht ganz was es versprach und endete in einem 1:1-Unentschieden. Am 6. Februar folgt nun das Rückspiel im Volkspark-Stadion, doch diesmal sollte es einen Gewinner geben.

Die HSV- und die St. Pauli-Fans wünschen sich für den 6. Februar eine Entscheidung im Hamburger Stadtderby! Unabhängig vom Tabellenbild, gilt für die Anhänger beider Vereine nur ein Sieg im Stadt-Duell der beiden Traditionsmannschaften. Doch wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen den Fans beider Klubs? Und wie sieht es in der Struktur und in den finanzielle Dingen aus wenn man Vergleiche zieht?

Zwischen den Spielstätten beider Hamburger-Vereine liegen etwa acht Kilometer. Dennoch sind es zwei ganz unterschiedliche Fußballwelten: Die Spielstätte des HSV, die Imtech Arena, liegt in einem Industriegebiet im Nord-Westen von Hamburg (Bahrenfeld). Direkt neben der Imtech Arena, in der 57.000 Menschen Platz finden, befindet sich die O2-World, wo auch die Freezers und der HSV-Handball ihre Spiele austragen.

Ganz anders sieht es beim FC St. Pauli aus, die „Kiez-Kicker“ tragen ihre Spiele in der Nähe des Hafens aus, mitten auf St. Pauli. Dort steht das 24.500 Zuschauer fassende Millerntor-Stadion. In der Nähe der Spielstätte befindet sich die Reeperbahn, die wohl bekannteste Amüsiermeile der Welt. Daher sind Spiele bei Pauli auch immer ein Highlight bei den gegnerischen Fans, häufig folgt im Anschluss der jeweiligen Partie ein Bummel über den Hamburger „Kiez“.

Finanziell trennen beiden Vereine Welten

Auch sportlich trennten beide Hamburger-Vereine bisher Welten: Als der HSV beispielsweise 2006 in die Champions League einzog, spielte der FC St. Pauli noch in der Regionalliga. Daraus folgt auch ein finanzielle Unterschied zwischen beiden Klubs. Die „Rothosen“ werden nächste Saison einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro erzielen, Pauli nur 40 Millionen Euro. Das wirkt sich vor allem auf die Kosten aus, die ein Verein in die Mannschaft stecken kann.

Der Hamburger SV hat in der aktuellen Spielzeit einen Profietat in Höhe von 65 Millionen Euro. Beim FC St. Pauli sind es dagegen nur 15 Millionen Euro. Zudem kostet der HSV-Vorstand ein Fixgehalt in Höhe von 1,5 Millionen Euro, bei Pauli arbeiten alle Mitglieder ehrenamtlich. Trotz dieser Tatsachen läuft es für den FC St. Pauli sehr gut! Sollte man in der aktuellen Spielzeit die Klasse halten können, dann könnte es ein langes Gastspiel in der 1. Liga werden. Die Strukturen und Jugendabteilungen des Vereins sind so gut, dass man durchaus mit vielen Bundesligisten mithalten kann. (fr)

Freitag, 10. September 2010

HSV-Handball: Hamburg hat gute Voraussetzungen auf den Gewinn der Meisterschaft

Beim HSV-Handball sagen viele Experten voraus, dass die Hamburger auch in der laufenden Saison hinter dem großen Rivalen THW Kiel landen werden. Der Grund für diese Prognose ist, dass Trainer Martin Schwalb zum Ende dieser Spielzeit seinen Trainerposten verlassen wird. Jedoch zeigten schon viele Beispiele das viele Teams genau in so einer Situation zu großen Taten fähig sind.

HSV-Coach Martin Schwalb wechselt zum Ende der laufenden Saison vom Trainerstab in die Geschäftsleitung des Vereins. Nachfolger soll dann Flensburgs Trainer Per Carlén werden, dass gilt bereits als sicher. Nun sind sich viele Experten sicher, dass dieses Szenario den Gewinn der Meisterschaft erschwert. Die 30:32-Niederlage des HSV im Auftaktspiel gegen Göppingen unterstreicht diese Prognose.

Die Hamburger enttäuschten beim ersten Spiel der laufenden Saison gegen Göppingen und verloren das Spiel auch völlig zurecht, denn der Gegner legte Spielfreude und Einsatz an den Tag. Wie sich aber in den weiteren HSV-Spielen gegen Hamm und Magdeburg zeigte, war die Auftaktniederlage auch eher ein ungeschickter Ausrutscher, denn man gewann die zwei Partien mit 36:21 und 32:27.

Durch die jüngsten zwei Siege schleichen sich die Hamburger nun wieder ein Stück näher an die Tabellenspitze heran – derzeit Platz sechs. Und auch HSV-Präsident Andreas Rudolph erwartet trotz des Fehlstarts, dass Schwalb vor seinem Wechsel auf den Posten des Geschäftsführers den ersten Meistertitel für den HSV holt: „Sonst ist die Saison für mich eine Enttäuschung“, stellt der HSV-Boss fest.

Ganz ähnlich wie Rudolph sieht es auch Hamburgs Ex-Trainer Bob Hanning, der aber auch ganz offen sagt: „Es wäre besser, wenn der Name des neuen Trainers schon bekannt gegeben würde. Das schafft Sicherheit. Doch mit dieser Mannschaft muss der HSV Meister werden. Denn der THW Kiel scheint mir in diesem Jahr personell zu dünn besetzt zu sein, um in drei Wettbewerben bis zum Schluss durchhalten zu können.“ (Bild: Die Spielstätte des HSV (o2 World Hamburg) / Bild-Quelle und Bericht: fr)

Montag, 23. August 2010

Hamburg: HSV-Chaoten überfallen Pauli-Torwart Pliquett am Bahnhof-Altona

Der 1. Spieltag der neuen Saison ist absolviert, und schon gab es eine Negativ-Schlagzeile aus Hamburg. Nachdem es dem Stadtteilklub FC St. Pauli gelungen ist sich in der Vorsaison den 1. Liga-Aufstieg zu sichern, freut sich eine ganze Stadt nach acht Jahren Pause, wieder auf zwei Stadt-Derbys: HSV gegen Pauli. Doch nun wurde diese Freude durch einige HSV-Chaoten bereits am ersten Spieltag getrübt, denn sie überfielen Pauli-Torhüter Benedikt Pliquett am Bahnhof in Hamburg-Altona, nach dessen Ankunft vom Auswärtsspiel beim SC Freiburg.

Das lang ersehnte und mit Spannung erwartete Hamburger Stadt-Derby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV wirft einen sehr dunklen Schatten voraus. Am Sonntagmorgen gegen 1:30 Uhr überfiel am Bahnhof-Altona, eine Gruppe von etwa 15 vermummten HSV-Chaoten, einige Auswärtsfans des FC St. Pauli, die gerade aus Freiburg zurückgekehrten. Mitten in der Reisegruppe war auch Torhüter Benedikt Pliquett, der während des Überfalls auch sofort die Polizei rief. Die Beamten trafen sehr schnell am Bahnhof ein und kamen der etwa 25-köpfigen Reisegruppe zur Hilfe.

Die Bundespolizei sprach hinterher von einem „geplanten Angriff“ der HSV-Hooligans. Unter den Reisenden die am Bahnhof überfallen wurden, waren auch Frauen und ein Kind. Aber auch die eingetroffenen Ordnungshüter konnten die Chaoten nur schwer daran hindern auf einige der Reisenden einzuschlagen und mit Gegenständen zu werfen. Einem Reisenden wurde das Nasenbein gebrochen und es gab insgesamt drei Verletzte. Acht der HSV-Hooligans wurden hinterher von der Polizei festgenommen. Mehrere der Täter sind registrierte Personen in der Strafdatei „Gewalttäter Sport“ und somit bereits polizeibekannt.

Reiner Urban, Sprecher der Bundespolizei, sagte hinterher gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Die sogenannten HSV-Fans nahmen es billigend in Kauf, auch Frauen und Kinder zu verletzten!“ Nun sind es noch drei Bundesligaspiele, bis zum 4. Spieltag, und dem lang ersehnten Hamburger Derby zwischen St. Pauli und dem Hamburger SV. Spätestens nach diesen Vorfällen dürfte klar sein, dass zumindest eine kleinere Gruppe am Rande des Spiels versuchen wird für Unruhe zu sorgen. Denn es ist kaum vorstellbar, dass einige Anhänger diesen Vorfall in Kauf nehmen werden. (fr)